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Die 1. Herrenmannschaft

AUSZUG AUS DER JUBILÄUMSSCHRIFT:

Den Weg der 1. Herrenmannschaft kann man fast schon getrost als „Siegeszug" bezeichnen: Sieben Aufstiege in 14 Jahren - da ist man mitunter schon et­was erfolgsverwöhnt. Im Jahr 1985 spielte die 1. Mannschaft in der 2. Kreisklasse, als Torsten Oertel seinen Weg in unseren Verein fand. Er war der erste Neuzugang von „außerhalb", und mit ihm als Verstär­kung, mit seinem unermüdlichen Ehrgeiz und der Fä­higkeit, sich selbst und auch andere zu motivieren, schaffte man den Sprung in die 1. Kreisklasse. Damals waren Abteilungsvorstand und einige Spieler mit dieser Klasse eigentlich schon ganz zufrieden. Doch der Auf­stieg in die Kreisliga folgte schon im Jahr 1987 und bald war klar, daß die Mannschaft verjüngt werden mußte, um weiterhin erfolgreich zu sein. Durch Torstens ausge­zeichnete Jugendarbeit konnte man zu diesem Zeit­punkt mit Stefan Kuhlmann, Michael Kleinpoppen, Pa­trick AIthausen und Dirk Nickchen auf vier große Nachwuchstalente zurückgreifen und die Spieler 1988 in den Seniorenbereich einbauen. Die vier „Youngsters" bildeten nun zusammen mit Roger Götsche und Torsten Oertel die 1. Herrenmannschaft .... und schon ging es weiter mit den Aufstiegen. Als Pa­trick Althausen 1990 seine sportliche Laufbahn beende­te, kam Karl-Heinz Bienentreu vom Landesligisten TTC Fritzdorf hinzu, er ist heute noch Mannschaftsführer im Team. Im Jahr 1991 erreichte das Team die Bezirksliga und zunächst sah es wieder so aus, als ob dort das Endziel der Leistungsstärke erreicht wäre. Doch nach zwei Jahren Klassenerhalt, mit guten Plazierungen im oberen Tabellenfeld, belegte man den 2. Tabellen­platz und ging in die Relegation zur Landesliga. Diesen Zustand erlebten wir gleich zweimal. Beide Male scheiterten die Spieler in der Relegation, doch statt auseinander zu brechen, wurde der Zusammenhalt noch größer, man wollte es wissen - jetzt erst recht. 1996 gelang dann der große Sprung: Durch die Einfüh­rung einer eingleisigen Bezirksliga schaffte man als Ta-bellenzweiter den direkten Aufstieg in die Landesliga.

Das Aufstiegsfest von damals ist wohl allen Beteiligten heute noch in sehr guter Erinnerung. Und wieder dachte man, die Landesliga sei die letzte Station -weiter schaffen wir es nicht. Zu diesem Zeitpunkt fan­den Stefan Maiworm und Thomas Völl ihren Weg zur TuRa, und durch ihre Hilfe erreichte man im ersten Landesligajahr bereits den 5. Tabellenplatz. Im letzten Jahr folgte schließlich Christof Maiworm seinem Bruder nach Oberdrees. Mit ihm als sportlichem Vorbild an der Spitze erreichte die Mannschaft den 2. Tabellenplatz in der Landesliga und war wieder zu einer Relegations­runde berechtigt.

Und auch hier leistete Christof eine wichtige Arbeit: Nicht nur, daß er ohne einen einzigen Punktverlust durch die Relegation ging, er gab zusätzlich noch Tips, beriet seine Mannschaftskameraden, beruhigte wo es notwendig war... kurzum er war unentbehrlich. Es wa­ren die härtesten Spiele, die die Mannschaft je zu be­streiten hatte. Es wurde über ein ganzes Wochenende (09./10. Mai) in einer Vierergruppe gespielt. 12 Stunden reine Spielzeit verlangten den Spielern, aber auch den Zuschauern alles ab. Doch die Mühen haben sich ge­lohnt: Man ging als Gruppenerster aus diesem Wo­chenende heraus und wieder feiern wir einen Aufstieg, nämlich den in die Verbandsliga.

Was vor 20 Jahren als Hobbymannschaft und Freizeit­sport begann, ist heute Hochleistungssport mit erstklas­sigen Spielern an der Spitze, und das Team ist nun die höchstspielende Mannschaft im Kreis Bonn.

Hervorzuheben bei der Aufstiegsserie der 1. Mann­schaft ist, daß Torsten Oertel alle sechs Aufstiege von der 2. Kreisklasse bis zur Verbandsliga miterlebt hat und daß mit Stefan Kuhlmann das größte Nachwuchstalent der Oberdreeser Jugendabteilung trotz beruflichen Stresses immer noch erfolgreich dabei ist. Es wird schwer sein, dieses hochklassige Niveau in den kom­menden Jahren zu halten.

Um den Spielern den Rücken frei zu halten, damit sie sich voll auf ihr Training konzentrieren können, wird in der kommenden Saison Wolfgang Kottwitz die Aufga­be der Mannschaftsbetreuung übernehmen. Der 48jährige Betriebswirt hat in den letzten Jahren eine Bonner Betriebssportgruppe geleitet und dort die 1. Mannschaft erfolgreich zum Bonner Stadtmeister­schaftstitel geführt.

Die erfolgreiche Aufstiegsmannschaft ist:

Verbandsliga-Autstelger: Oberdrees mit (v.l.) Stefan Kuhlmann, Karl-Heinz Bienen­treu, Thomas Völl, Thorsten Oertel, Christof und Stefan Maiworm. Foto: Ittermann

 

In der kommenden Saison wird man also in der Ver­bandsliga antreten. Aber dies geht nicht ohne erneute Verstärkung:

Der 28jährige Bonner Lars Tetzlaff, bisher für DJK Holzbüttgen in der Oberliga er­folgreich, hat die TuRa be­reits am Relegationswo­chenende angefeuert und wird in der kommenden Sai­son an Position zwei spielen.

Auch Andreas Kuball (23) vom Landesligist ESV Bonn wird in der kommenden Saison die Mannschaft verstärken. Er hat bereits Verbandsligaerfahrung und wird an Position vier spielen.

Die 1. Herrenmannschaft möchte die Gelegenheit des Jubiläumsheftes dazu nutzen, um sich bei allen Sponso­ren zu bedanken. Es fällt heutzutage niemandem mehr leicht, sein hart verdientes Geld in den idealistischen Glauben an eine Sportmannschaft zu investieren. Dar­um auf diesem Wege: Ein ganz herzliches Dankeschön allen Sponsoren.

Ein weiterer Dank soll an die Zuschauer gehen. In fremden Hallen sind wir meistens alleine, umso schö­ner ist es aber dann, wenn bei unseren Heimspielen Zu­schauer dabei sind, mit deren Unterstützung wir schon das eine oder andere Spiel noch herumgerissen ha­ben. Vielen Dank - wir hoffen auch weiterhin auf Eure Unterstützung.

 

 

Die 2. Herrenmannschaft

Die zweite Mannschaft, im Jahr 1980 ins Leben gerufen, feierte im zweiten Jahr nach der Gründung den ersten Aufstieg. Munter und voller Tatendrang hielt man sich anschließend in der 2. Kreisklasse bis zur Saison 1986/87. Im Jahr darauf mußte der damalige Mannschaftsführer Manfred Delporte allerdings auf viele Stammspieler (Umzug, Bundeswehr) verzichten, so daß der Abstieg in die 3. Kreisklasse nicht mehr zu verhindern war. Doch mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Man fing wieder von vorne an, und ganz still und leise und sogar von vielen unbemerkt, nutzte die 2. Mannschaft die letzten Jahre (vielleicht sogar zu heimlichen Trainingsstunden) und vermeldete einen Aufstieg nach dem anderen. Nachdem man sich einige Jahre in der 1. Kreisklasse mehr oder weniger erfolgreich „tummelte" beendete das Team die Saison 1996/97 mit dem Aufstieg in die Kreisliga. Froh, den Abstand zur ersten Mannschaft etwas geschlossen zu haben, steckte man sich zunächst den Klassenerhalt zum Saisonziel - was nach dem Weggang des Leistungsträgers Markus Bohnen auch realistisch erschien. Doch glücklicherweise konnte mit Michael Kleinpoppen - der bereits in der 1. Herrenmannschaft Landesliga-Erfahrung gesammelt hatte - diese Lücke schnell geschlossen werden.
So startete die 2. Mannschaft in der Besetzung Michael Kleinpoppen, Michael Seifert, Jens Thomsen, Roger Götsche, Markus Kleinpoppen und Ralf Kuchem in die Saison 1997/98. Im ersten Meisterschaftsspiel mußte man dann direkt erkennen, daß in der Kreisliga ein anderer Wind weht. Gegen ESV Bonn 3 unterlag man mit 9:6, mußte aber ohne Michael Kleinpoppen antreten. Fortan war klar, daß es in dieser Klasse wichtig war, soweit möglich, in kompletter Besetzung anzutreten. Nach den ersten fünf Spieltagen lag die Mannschaft mit 5:5 Punkten (2 Siege, 2 Niederlagen und ein Unentschieden)   ganz  gut  im  Rennen.   Der  Klassenerhalt schien ein leicht zu erreichendes Ziel. Schließlich legte die Mannschaft ab dem sechsten Spieltag eine famose Serie hin. Bis zum letzten Spieltag gab man lediglich noch zwei Punkte ab und stand somit vor dem letzten Meisterschaftsspiel auf dem zum direkten Aufstieg in die Bezirksklasse berechtigenden 2. Tabellenplatz. Durch eine Niederlage in Friesdorf wurde man dann jedoch noch auf Platz 3 der Tabelle verdrängt, so daß ein Aufstieg in die Bezirksklasse nur noch über die Relegationsrunde möglich war. Hier setzte sich das Team wider Erwarten völlig problemlos gegen SC Fortuna Bonn mit 9:3 und SF Aegidienberg mit 9:4 durch und krönte die Saison nun doch mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse. Ausschlaggebend für diesen Erfolg war, rückblickend betrachtet, insbesondere die fröhliche, kameradschaftliche Stimmung innerhalb der Mannschaft, die auch bei Niederlagen, selbst am letzten Spieltag, als man durch das 5:9 gegen Friesdorf den 2. Tabellenplatz verspielte, nie verloren ging. Spielerisch gesehen ist sicherlich die Leistung von Michael Kleinpoppen hervorzuheben. Letztlich ist Tischtennis aber ein Mannschaftssport, und jeder der sechs genannten Spieler hat seinen Teil zum Aufstieg beigetragen. Die-sen will die Mannschaft mit einer Wochenendtour gebührend feiern. Schließlich muß auch die volle Mannschaftskasse geplündert werden. Geplant ist eine Kanutour. Falls jemand nicht weiß, was das ist, man kann sie vielleicht wie folgt beschreiben: man fährt mit einem schmalen Ruderboot stromabwärts und legt vor allem ausgedehnte Trinkpausen ein !! Na dann - Prost.

Die 3. Herrenmannschaft

Bereits im Jahr 1981 konnte für die Serie 81/82 eine dritte Mannschaft bei den Herren gegründet werden. Diese Mannschaft, aus der Klaus Fett und Helmut Münch auch heute noch dabei sind, hatte in den Anfangsjahren einen festen Platz in der oberen Tabellen-häfte der 3. Kreisklasse, allerdings ohne den Sprung an die Tabellenspitze zu schaffen. Dies änderte sich, als aus der 2. Mannschaft die Sportkameraden Josef Kuhlmann und Manfred Delporte runterrutschen „mußten". Diese beiden Spieler, die im übrigen als einzige von Beginn an zusammen als Doppel antreten, waren die notwendige Verstärkung um den Sprung an die Tabellenspitze zu schaffen.
So gelang in der Saison 90/91 der Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Allerdings zeigte sich bald, daß dort die Anforderungen erheblich höher waren. Und so entwickelte sich die Mannschaft, die jahrelang in fast unveränderter   Besetzung   spielte,   zu   einer   sogenannten Fahrstuhlmannschaft. In der 2. Kreisklasse meistens zu schwach, stieg man bald wieder ab, um im nächsten Jahr sofort wieder aufzusteigen. Denn in der 3. Kreisklasse hatte kaum ein Gegner eine Chance.
Aus diesen Gründen hat die „Dritte" der Abteilung schon viele Aufstiegsfeiern geschenkt. Leider war in der abgelaufenen Saison, in der die Mannschaft in der Aufstellung Andreas Kretzer. Richard Haverkamp. Josef Kuhlmann, Achim Konzen, Jörg Wetzig und Manfred Delporte spielte, wieder einmal der Abstieg dran. Den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft hat sie also beibehalten. Doch das Team wird es verkraften, denn die Spieler wissen genau, in der nächsten Saison, in der 3. Kreisklasse, wird man die Gegner wieder zur Verzweiflung bringen.                  

Die 4. Herrenmannschaft

Nachdem der TuRa im Segment der unteren Meisterschaftsspielklasse bereits seit Jahren mit zwei Mannschaften an den Start ging, die zum Saisonende entweder das Tabellenende zierten oder zumindest noch deutlich im Schein des Schlußlichtes zu erkennen waren, keimte der Gedanke auf, eine dieser Mannschaften mit größerer Schlagkraft auszustatten.
So entstand um die Senioren Hermann Hünnekens und Helmut Toups mit den dynamischen und ehrgeizigen Nachwuchsspielern Christoph Lohmer, Sören Trost, Bernd Hünnekens, Daniel Toups und Thomas Kleiß eine leistungsfähige Synthese aus jungen und alten Spielern die frisch und ehrgeizig die 3. Kreisklasse stürmen wollten. In der 1995/96 konnte diese Mannschaft zwar nur einen 8. Tabellenplatz erreichen, steigerte sich aber in der darauffolgenden Saison, nachdem man zu einem Team zusammengewachsen war, auf einen 6. Tabellenplatz bei immerhin ausgeglichenem Punktekonto.
Zur Spielzeit 1997/98 hatte sich das Team das Ziel gesteckt, um die vorderen Tabellenplatze mitzuspielen. Dieses Ziel wurde mit dem 5. Tabellenplatz zum Saisonende zwar knapp verfehlt, doch die Bilanz von 23:17 Punkte zeigt weiterhin eine deutlich aufsteigende Tendenz. Darüber hinaus ist zu bemerken, daß man mit einem Sieg und einem Unentschieden gegen die Spitzenmannschaften Ergebnisse erzielen konnte, die respektabel sind. Alles in allem verfügt die 4. Herrenmannschaft über gutes, noch nicht voll ausgeschöpftes Potential, und der Aufstieg in die 2. Kreisklasse ist durch entsprechende Förderung dieses Potentials nicht ausgeschlossen.

Die 5. Herrenmannschaft

Die 5. Herrenmannschaft entstand im Jahr 1990, als sich herausstellte, daß für die vier gemeldeten Mannschaften so viele Ersatzspieler zur Verfügung standen, daß einige überhaupt nicht bei den Meisterschaftsspielen zum Zuge kamen. Also entschloß man sich, eine weitere Mannschaft zu melden. „Wilde Jahre im letzten Glied", so könnte die Überschrift für die „fünfte" lauten, denn allen war klar, daß das einzige realistische Motto nur „dabei sein ist alles" sein konnte. Mehr, als einen Tabellenplatz im unteren Drittel, war in absehbarer Zeit nicht zu erreichen. Die „Fünfte", die Mannschaft am numerischen Ende des Vereins, stets gebeutelt und eigentlich nie komplett, weil man mal wieder Ersatz in den oberen Mannschaften stellen mußte. Dies hat jedoch zu keiner Zeit irgendeinen Einfluß auf die Einsatzbereitschaft und den Siegeswillen der Spieler gehabt. Wenn man gesehen hat, wie sich so mancher Spieler über ein verlorenes Match geärgert hat - und dies kam zwangsläufig öfters vor-, hätte man meinen können, es ginge um die Meisterschaft.
Später in der „dritten Halbzeit" war dann schnell alles wieder vergessen und man blickte erwartungsvoll auf die nächsten Gegner. Die Freude am Spiel und die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft hat stets überwogen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Allerdings sind die Siegchancen in den letzten Jahren deutlich gestiegen, weil stärkere Spieler in die 5. Mannschaft runterrutschen mußten. Alles in allem kann die 5. Mannschaft, wenn auch nicht auf spielerisch erfolgreiche, aber sehr schöne Jahre zurückblicken. Die Mannschaft spielte in der abgelaufenen Saison in der Aufstellung Dieter Windeck, Klaus Fett, Werner Bens, Benjamin Steffens, Helmut Münch, Georg Mellinghoff, Severin Kott (der verletzungsbedingt pausieren muß) Claudio Oprandi und Stefan Wißkirchen und wird im wesentlichen auch so in die neue Spielzeit starten.
Wir hoffen, daß in der nächsten Zeit noch der eine oder andere Spieler zu uns findet, denn neun Spieler sind für die „letzte" Mannschaft, die uns in den wenigen Jahren seit ihrer Gründung sehr ans Herz gewachsen ist, doch etwas wenig.

Die Damen

Als erste fand Grita Konzen den Weg in die Mehrzweckhalle. Zusammen mit ihr gründeten 1981 die Spielerinnen Christel -Kuhlmann, Karin Welter, Sigrid Scherhag und Gabi Klink eine Damenmannschaft und starteten in der 2. Kreisklasse. Unter Gritas Führung und mit enormen Trainingsfleiß gelangen dem Team zwei Aufstiege bis in die Kreisliga.
Im Jahr 1986/87 gründete sich dann eine weitere Damenmannschaft, die in den ersten Jahren nach der Gründung kräftig Lehrgeld zahlen mußte. Im ersten Meisterschaftsjahr konnte kein einziger Sieg verbucht werden. Dies änderte sich, als Christine Hünnekens zur TuRa stieß: Durch ihren enormen Trainingseifer machte sie gleich einen großen Leistungssprung, setzte sich an die Spitze der Damen und ermunterte die anderen zu mehr Training. Im Jahr 1988 war es dann an der Zeit, die Aufstellung und Numerierung der Damenmannschaften zu überdenken: Man bildete eine neue 1. Mannschaft mit der Aufstellung Christine Hünnekens, Karin Welter, Gabi Oertel und Claudia Danzebrink, und die Gründungsmitgliederinnen traten von nun an als 2. Mannschaft an.

Die 1. Damenmanschaft

Die Gründung dieser jungen Mannschaft erwies sich als erfolgreich; nach einem „Eingewöhnungsjahr" folgte der Aufstieg in die Kreisliga. Im Jahr 1990 gelang den Spielerinnen dann allerdings der Clou: Erstmals in der Vereinsgeschichte gewann man den Lady-Cup, der im Rahmen des Simon-Cups des Generalanzeigers ausgetragen  wird.   In  diesem  Dreiermannschaftsturnier traten Christine Hünnekens, Karin Welter und Gabi Oertel  an   und  konnten   mit  vielen  Zuschauern im Schlepptau den Wanderpokal nach Oberdrees holen.
Im Jahr 1993 feierte man sogar den Aufstieg in die Bezirksklasse, aus der man aber wegen zweier Totalausfälle durch Krankheit und Schwangerschaft gleich wieder abstieg. ]995 gelang den Spielerinnen, diesmal in der Aufstellung Christine Hünnekens, Gabi Oertel und Andrea Kraus (die im Jahr vorher aus Merzbach zum Team stieß), der erneute Sieg in der Ausspielung um den Lady-Cup in einem sehr spannenden Finale. Auf den zweimaligen Sieg des Lady-Cups ist die Mannschaft besonders stolz, denn dieser Wander-Pokal, der erst nach dreimaligem Gewinn in das Eigentum des Vereins übergeht, ist das Objekt der Begierde eines jeden Tischtennis-Spielers.
Seit drei Jahren spielt die Mannschaft nun kontinuierlich in der Bezirksklasse und konnte immer einen Mittelfeldplatz für sich verbuchen. In diesem Jahr trat man in der Aufstellung Christine Hünnekens, Gabi Oertel, Andrea Kraus, Uschi Perschel und Karin Welter an und schloß die Saison mit dem 7. Tabellenplatz ab. In der Damen-Bezirksklasse muß bereits der Tabellensiebte um den
Verbleib in der Klasse spielen. Also gingen auch die Damen in die Relegation und konnten in einer Viererrunde den Klassenerhalt sichern.

Die 2. Damenmannschaft

Die 2. Damenmannschaft mußte im Laufe der Jahre einige Abstiege hinnehmen, konnte aber auch immer mal wieder einen Aufsteig feiern. Dies konnte den Spielerinnen aber nicht die Freude an ihrem Sport nehmen und den Trainingseifer dämpfen. Inzwischen besteht das Team aus den Spielerinnen Heidi Flieger, Grita Konzen, Christel Kuhlmann, Claudia Gronewald, Uta Czernewitz und Maja Klein und hält sich schon seit Jahren in der Kreisliga. Die Gegner sind stets amüsiert, wenn sie vor Beginn der Spiele mit einem spritzig-freundlichen „Peng-Peng-Peng" begrüßt werden und das Eis ist dann sofort geschmolzen.
Der sportliche Ehrgeiz von damals hat mit den Jahren etwas gelitten, das Gesellschaftliche wird aber nach wie vor mit Freude gepflegt - und wenn mal eine helfende Hand gesucht wird, sind alle sofort zur Stelle. Die vergangene Saison konnte mit einem Mittelfeld platz abgeschlossen werden. Die Plazierung des Teams hätte noch nach oben hin verbessert werden können,
wenn man alle Meisterschaftsspiele komplett angetreten wäre. Dies war manchmal durch krankheitsbedingte Ausfälle nicht möglich. Zusätzlich hilft die 2. Damenmannschaft immer mal wieder in der 1. Mannschaft aus, wenn dort wegen Krankheit Not an der Frau herrscht (wie es zum Beispiel auch in den Vorrunden zum ersten Lady-Cup der Fall war).

 

Die Jugendabteilung

Die erste, die sich um die Jugend kümmerte, war Grita Konzen. Nachdem die Damenmannschaft erfolgreich ins Leben gerufen war, ging sie an die Jugend ran und baute innerhalb kürzester Zeit mit vielen Ideen und Freude an der Arbeit mit Kindern eine beachtliche Jugendabteilung auf. Ihre Einladungen zu internen Turnieren waren stets von Witz und Humor gekennzeichnet. Die erste Jugendmannschaft bestand aus den Spielern   Klaus   Schnieber,   Karsten   Ziegler,   Thomas Scharrenbroich   und   Thorsten   Götsche   und   feierte gleich drei Aufstiege in Folge. Zu dieser Zeit wurde Grita von Josef Kuhlmann und Achim Konzen tatkräftig unterstützt. Leider fiel diese Jugendmannschaft aufgrund von Interessenüberschneidungen bald darauf auseinander.
Dann nahm Rudi Schwegmann das Zepter in die Hand und begann mit dem Neuaufbau der Jugendabteilung. Weil Rudi einen Großteil seiner freien Zeit den Jugendlichen widmete, waren bald so viele Kinder und
Jugendliche am Spielbetrieb interessiert, daß er es alleine nicht mehr bewältigen konnte. Es traf sich gut, daß Torsten Oertel zu diesem Zeitpunkt dem Verein beitrat und der Jugendarbeit ebenfalls großes Engagement entgegenbrachte. Er übernahm die Betreuung der 1. Jugendmannschaft und durch sein fachkundiges und intensives Training führte er die Spieler gleich zu Erfolgen, die man im Verein bisher noch nicht kannte: Unter seiner Leitung und seinem unermüdlichen Einsatz wurden Stefan Kuhlmann, Michael Kleinpoppen, Dirk Nickchen und Patrick Althausen zu den größten Talenten der Vereinsgeschichte. Das Team stieg Jahr um Jahr auf - bis in die höchste Jugendspielklasse im Bezirk. Andere Vereine begannen um die Talente zu werben, doch es gelang Torsten, zusammen mit den Eltern, die Jugendlichen in Oberdrees zu halten. Heute sind aus diesem Viererteam Stefan Kuhlmann und Michael Kleinpoppen im Seniorenbereich noch hochklassig aktiv.
Zu dieser Zeit gab es auch noch eine 2., 3. und 4. Jugendmannschaft, die von einer Vielzahl von Betreuern erfolgreich durch die Klippen des Spielbetriebes geführt wurden.
Doch wie in anderen Sportarten auch, ist gerade eine Jugendabteilung großen Schwankungen in Hinsicht der Mitgliederzahlen unterlegen und eigentlich fängt man alle paar Jahre mit einem Neuaufbau an. So kam es dann auch, daß die Zahl der Jugendmannschaften immer weniger wurde, teils durch andere Interessen aber auch durch Aufrücken in den Seniorenbereich.
Als Manfred von Goscinski 1994 die Jugendabteilung übernahm gab es nur noch eine Jugendmannschaft, die in der 1. Kreisklasse spielte. Er kümmerte sich liebe-] voll um seine Schützlinge und konnte im Jahr darauf wieder eine 2. Mannschaft zum Spielbetrieb anmelden. Unter seiner Leitung schaffte es die 1. Mannschaft mit den Spielern Manfred von Goscinski jun., Marcel Körner, Frederic Schnurpfeil und Thomas Kleiß bis in die Bezirksklasse. Leider mußte die 2. Mannschaft mangels Spieler bereits nach zwei Jahren wieder abgemeldet werden.
Mit Manfred von Goscinski und Marcel Körner haben wir aber wieder zwei junge Talente, die auf dem besten Weg zu sehr guten Seniorenspielern sind. Beide sind unter den besten 10 der aktuellen Kreisrangliste und haben sich zur Bezirksendrangliste qualifiziert.
In der kommenden Saison werden wir wohl keine Jugendmannschaft melden können: Wir stehen wieder einmal - wie schon so oft - vor einem Neubeginn. Aber auch diese Talsohle wird uns den Spaß an der Jugendarbeit nicht nehmen können, denn gerade hier gilt das Motto: Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen. Andreas Kretzer hat das Jugendtraining neu gestartet und viele gute junge Spieler nehmen daran teil. Doch die Jugendlichen heute haben zahlreiche Interessen und solange da noch zu viele Überschneidungen bestehen, werden wir keine Mannschaften meiden können.

Das Management

Von der Gründung des Vereins im Jahr 1978 bis zum Jahr 1986 investierte   Berthold Hambach als TT-Abteilungsleiter all seine Kraft und freie Zeit in die Abteilung. Kein Problem war ihm fremd und kein Weg zu weit wenn es um Tischtennis ging. Er stand den Sportkameraden als Ansprechpartner Tag und   Nacht (manchmal sehr zum Leidwesen seiner Frau) zur Verfügung. Als einziger Übungsleiter der Abteilung hat er jahrelang alleine für alle Mannschaften das Training durchgeführt und somit den spielerischen Grundstock für die heutigen Erfolge geschaffen. Seinem persönlichen Einsatz, seiner Freude am Tischtennis und der Aufopferung eines großen Teils seiner freien Zeit ist es zu verdanken, daß die Tischtennisabteilung in Oberdrees und Umgebung sowie im Kreis Bonn auf allen Ebenen Anerkennung findet. Im Jahre 1987 wurde er für seine Verbandstätigkeit auf Kreisebene sogar mit dem Bezirksehrenbrief ausgezeichnet.
Stets an seiner Seite war Josef Kuhlmann als stellvertretender Abteilungsleiter. Er war von Anfang an ein sachlicher und leidenschaftlicher Mitlenker und die Abteilung verdankt seinem Idealismus viele gesellschaftlichen Aktionen.
Auch Klaus Fett ist seit den Gründungstagen der Abteilung dabei. Unauffällig, aber stets zur Mitarbeit bereit und in der Lage, dort anzupacken wo es gilt; das sind seine Markenzeichen. Er hat nicht nur die zweite Herrenmannschaft mit aufgebaut und jahrelang die dritte Mannschaft geführt, sondern auch durch seine Arbeit auf Verbandsebene einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der Abteilung geleistet.
Auch das wenige Geld der Abteilung wollte verwaltet werden und dies ist ja bekanntlich nicht jedermanns Sache. Nach Rene Clement übernahm 1987 Burkhard Lamm die Abteilungskasse und führte sie bis 1991.
Die erste Frau schaffte 1989 den Sprung in den Abteilungsvorstand: Grita Konzen löste Josef Kuhlmann vom Amt des stellvertretenden Abteilungsleiters ab. Auf ihren nahezu unerschöpflichen Ideenreichtum greift die Abteilung auch heute noch gerne zurück.
Im Jahr 1986 übernahm Werner Bens die Leitung der Abteilung und fuhrt sie auch heute noch. In der Zeit von 1995-1997 gab er dieses Amt aus beruflichen Gründen an den Sportkameraden Helmut Toups ab, der mit viel Engagement und Arbeitsaufwand neue Ideen in die Abteilung einbrachte.
Doch Mitte 1997 stand Werner wieder voll zur Verfügung und übernahm die Abteilungsleitung erneut. Mit seinem Know-how und seiner ruhigen und sachlichen Art führt er die Abteilungsgeschicke mit fast unsichtbarer, aber sehr kompetenter Hand.
Ihm steht Klaus Fett zur Seite, der nunmehr seit fast 15 Jahren Sportwart der Abteilung ist und sich für so viele Dinge wie Geräteinstandhaltung, Hallenzeiten etc. verantwortlich zeichnet.
Der Job der stellvertretenden Abteilungsleitung ging im Jahr 1991 auf Gabi Oertel über. Sie hält seitdem Kontakte zur Presse , Stadtverwaltung etc. und unterstützt Werner und Klaus in organisatorischen Dingen. Im Jahr 1993 rief sie den Förderkreis für die 1. Herrenmannschaft ins Leben um zu verhindern, daß gute Spieler zu anderen Vereinen abwandern, nur weil dort in geringen Mengen Punktprämie gezahlt wird.
Je hochklassiger der Verein spielte, um so wichtiger wurde es, die Abteilungskasse einem Fachmann anzuvertrauen. In Ralf Kuchem fanden wir im Jahr 1991 einen zuverlässigen  Banker, der sich seitdem leidenschaftlich der Kasse und allen anderen Gelddingen der Abteilung widmet. Dies macht er wegen seinen beruflichen Kenntnissen und Erfahrungen so gut, daß während  einer  Abteilungsversammlung  einmal  der Antrag gestellt wurde, den Kassierer nur noch in Ralfs Abwesenheit zur Wahl zu stellen. Einen besseren können wir nämlich nicht bekommen - und wer nicht anwesend ist, kann den Posten auch nicht ablehnen.